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Vom Themenkomplex Adolf Hitler/Braunau/Geburtshaus etc. wird in den nationalen und internationalen Medien umfassend berichtet. Das Redaktionsteam von braunau-history.at kann aus personellen Gründen nicht alle diese Artikel lückenlos bzw. tagesaktuell erfassen. Es wird daher auf die gängigen Suchmaschinen verwiesen, um einen aktuellen Überblick zu diesen Themen zu erhalten.<br />
 
Vom Themenkomplex Adolf Hitler/Braunau/Geburtshaus etc. wird in den nationalen und internationalen Medien umfassend berichtet. Das Redaktionsteam von braunau-history.at kann aus personellen Gründen nicht alle diese Artikel lückenlos bzw. tagesaktuell erfassen. Es wird daher auf die gängigen Suchmaschinen verwiesen, um einen aktuellen Überblick zu diesen Themen zu erhalten.<br />
  
=="Wer hat Angst von Braunau?"==
 
20. 08. 2023: Im Vorfeld der Premiere des Filmes "Wer hat Angst vor Braunau?" des Dokumentarfilmers Günter Schwaiger und im Zusammenhang mit einem darin zitierten Zeitungsarikel aus der 'Neuen Warte am Inn' vom 10. Mai 1939, entwickelte sich, ausgelöst durch einen Bericht in der 'Kronen-Zeitung' vom 20. August 2023, eine rege Diskussion in österreichischen und internationalen Medien.
 
  
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==17. April 2026: Termin für Eröffnung angekündigt==
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Das Bundesministerium für Inneres informiert, dass am 22. Juli 2026 die offizielle Eröffnung des neuen Polizeizentrums Braunau im umgebauten Gebäude in Braunau am Inn im Beisein von Innenminister Gerhard Karner stattfinden wird.
  
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https://www.bmi.gv.at/news.aspx?id=2B6E30756557575A2F64383D
  
=="Bauverhandlung erfolgreich durchgeführt"==
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https://ooe.orf.at/stories/3350521/
04. 07. 2023: Über Ansuchen des Bundesministeriums für Inneres, Herrengasse 7, 1010 Wien, um Erteilung der Baubewilligung für das Vorhaben "Umbau Polizeiinspektion; Neubau Bezirkspolizeikommando und polizeiliches Koordinationszentrum" auf den Grundstücken Nr. .326/1, 395/16, 395/17, 73/1 (EZ 217),KG Braunau am Inn 40005, Salzburger Vorstadt 15, wurde gemäß § 32 Oö. Bauordnung 1994, LGBl. 66/1994 idgF, die mündliche Bauverhandlung für Dienstag, den 04.07.2023. um 10:OO Uhr mit der Zusammenkunft der Teilnehmer im Veranstaltungszentrum Braunau, Salzburger Straße 29b, 5280 Braunau am Inn, anberaumt.
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Laut TIPS vom 12. Juli 2023, KW 28. S. 3,  "wurde die Bauverhandlung erfolgreich durch geführt, die Umbauarbeiten starten noch in diesem Jahr."
 
  
https://www.tips.at/nachrichten/braunau/land-leute/611210-hitler-haus-bauverhandlung-abgeschlossen
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==Ende 2025 / Anfang 2026: Medienberichte über Baufortschritt==
  
==Offizielle Stellungnahme des Bundesministeriums für Inneres==
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Mehrfach wird in Medien über die Arbeiten zur Schaffung des neuen Standortes für das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau berichtet: die Fertigstellung soll zeitgerecht bis Ende März 2026 erfolgen, sodass die Polizei bis Ende Juni 2026 einziehen kann. Die Bauarbeiten umfassen nicht nur den "Altbestand", den Umbau des Hauses Salzburger Vorstadt 15 ("Hitlers Geburtshaus"), sondern auch Neubauten auf den Flächen im Anschluss daran, soweit sie im Eigentum der Republik Österreich stehen.
24. 05. 2023: Unter dem Titel "Diskussion um Hitler-Geburtshaus: Umgestaltung und Nutzung für Menschenrechte auf Schiene" gibt das Innenministerium Einblick in sein Vorhaben und die dazu führenden Überlegungen: Es werden "künftig eine Polizeiinspektion sowie ein Schulungszentrum für Menschenrechte in dem historisch belasteten Gebäude untergebracht".
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Link zur Aussendung:
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[https://ooe.orf.at/stories/3339364/ ORF Oberösterreich]
  
https://bmi.gv.at/news.aspx?id=356B4D58626571706171773D
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[https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/von-aussen-fertig-von-innen-noch-nicht-polizei-zieht-erst-spaeter-ins-hitlerhaus;art70,4124578 OÖ Nachrichten]
  
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[https://www.krone.at/4012490 Kronen Zeitung]
  
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[https://www.meinbezirk.at/braunau/c-lokales/braunau-bereitet-sich-auf-ein-neues-kapitel-vor_a7947660 Mein Bezirk]
  
==Medienberichte über neue Nutzungsüberlegungen==
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[https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/nach-umbau-fast-fertig-polizei-braunau-zieht-spaeter-ins-hitler-haus-20297374 Passauer Neue Presse]
  
23. 05. 2023: In zahlreichen österreichischen und internationalen Medien wird von Überlegungen berichtet, das "Hitler-Geburtshaus" als Standort für Menschenrechtsausbildungen im Rahmen der Ausbildung von Polizeiangehörigen zu nutzen.
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==11. 12. 2025: Gemeinderat beschließt die neuen Straßennamen==
  
Beispiele dafür sind
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In der Gemeinderatssitzung am 11. Dezember 2025 fand eine lange Diskussion ihr demokratisch legitimiertes Ende: Die neuen Straßennamen wurden teils einstimmig, teils mit Mehrheit beschlossen. Die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer erhalten auf Antrag eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro, um Kosten für die durch die Namensänderung notwendigen Adressenaktualisierungen abzufedern.
  
https://ooe.orf.at/stories/3208639/
 
  
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/einigung-erzielt-das-soll-mit-dem-hitler-geburtshaus-geschehen;art4,3835706
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Aus der Franz Resl-Straße wird der Innweg, aus der Josef Reiter-Straße die Lavaronestraße. Die Dr. Scheubagasse wird zur Jägerstättergasse, die Dr. Kriechbaum-Stiege zur Lea Olczak-Stiege.
  
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/hitlerhaus-brisante-oeffentliche-diskussion;art70,3836218
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Die FPÖ stellte sich gegen die Umbenennung der Dr.-Kriechbaum-Stiege und der Dr.-Scheuba-Gasse, da die historischen Bezüge der beiden Namensgeber inzwischen nicht mehr so stark kontrovers eingestuft wären.
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Der Name "Innweg" entspricht einem Wunsch der Anrainerinnen und Anrainer, er ergibt sich daraus, dass diese Verbindung von der Laabstraße zur Uferstraße führt. Die neue "Lavaronestraße", deren Benennung dem Ergebnis einer Anrainerinnen- und Anrainerbefragung entspricht, führt unmittelbar durch das ehemalige Flüchtlingslager, in dem 1915 - 1918 zahlreiche Menschen aus Lavarone nach der Zwangsmigration aus ihrer Heimat im Trentino leben mussten. Seit langem gibt es in Lavarone eine Via Braunau. Franz Jägerstätter und Lea Olczak werden wegen ihres widerständigen Verhaltens gegen die NS-Diktatur, das für Jägerstätter die Hinrichtung als Konsequenz hatte, geehrt.
  
https://www.derstandard.at/story/3000000030834/hitler-geburtshaus-wird-ort-fuer-menschenrechtsschulungen-der-polizei
 
  
https://www.vienna.at/hitler-geburtshaus-in-braunau-wird-zur-polizeistation/8093917
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Die Entscheidung brachte vielfältiges Medienecho, zum Beispiel
  
https://www.puls24.at/news/politik/polizeischulungen-zu-menschenrechten-im-hitler-geburtshaus/298069
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https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/weniger-foerdern-neue-strassennamen-heute-entscheidet-der-gemeinderat;art70,4116568
  
https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/braunau-polizisten-sollen-in-hitler-geburtshaus-menschenrechte-lernen-a-74e7527d-b49d-41ca-b30d-fcef77e4af34
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https://www.sn.at/panorama/oesterreich/vierte-strassenumbenennung-in-braunau-auf-wunsch-des-spitals-art-624548
 
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https://www.zeit.de/gesellschaft/2023-05/adolf-hitler-geburtshaus-braunau-umnutzung-polizeistation-schulungszentrum-menschenrechte?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
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==Initiative "Diskurs Hitlerhaus": Nachdenkpause gefordert==
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09. 05. 2023: Die private Initiative "Diskurs Hitlerhaus", getragen von Eveline Doll, Reinhold Klika und Erich Marschall, schlug bei einer Pressekonferenz vor, in der Frage der Nachnutzung eine "Nachdenkpause" einzulegen. Viele Parameter hätten sich seit dem Beschluss, eine Polizeistation im Haus Salzburger Vorstadt 15 unterzubringen, das dafür durch Neubauten ergänzt werden soll, geändert. Eine österreichweit durchgeführte Umfrage (Sample 1000 Befragte) beweise eindeutig die Ablehnung dieses Beschlusses. Kritisiert wurden auch die mangelnde Transparenz und die mangelnde Einbindung der Braunauer Zivilgesellschaft in den Entscheidungsprozess.
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Die Veranstaltung hatte vielfältiges Medienecho, als Beispiele seinen angeführt
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https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/braunauer-initiative-fordert-eine-nachdenkpause-fuer-das-hitlerhaus;art4,3830426
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https://www.sn.at/panorama/oesterreich/bevoelkerung-will-abriss-des-hitler-hauses-138485353
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https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/23-prozent-sind-fuer-abriss-des-hitler-hauses/402443028
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https://www.krone.at/3002805
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https://www.tips.at/nachrichten/ooe/land-leute/604429-diskussion-um-hitlerhaus-wird-wieder-aufgerollt-update-am-10-mai-um-10-55-uhr
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https://www.vienna.at/initiative-will-ueber-nutzung-von-hitler-geburtshaus-reden/8067619
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https://volksblatt.at/chronik/oesterreich/hitler-geburtshaus-neue-initiative-will-wieder-ueber-nutzung-reden-781506/
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Auch die ORF-Sendung "Thema" am Montag, 15, 05. 2023, 21.10 Uhr, ORF2,  behandelt die Diskussion:
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https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20230512_OTS0116/thema-ueber-die-unterschaetzte-gefahr-schusswaffen-in-oesterreich
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==Salzburger Vorstadt 15: Umsetzung der Um- und Neubaupläne erneut verschoben, sehr hohe Kostensteigerung==
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13.01.2023  Mehrere Medien zitieren einen Bericht in den Oberösterreichischen Nachrichten, dass der Umbau des Hitler-Geburtshauses in Braunau deutlich mehr kosten wird als geplant - ursprünglich waren fünf Millionen Euro vorgesehen, im April 2022 ging man bereits von elf Millionen Euro Kosten aus, jetzt soll der Umbau rund 20 Millionen Euro kosten. «Wesentlicher Grund sind die allgemein gestiegenen Kosten am Bau», sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die ursprünglichen Kosten seien reine Nettobaukosten ohne Nebengebühren und Honorare gewesen, die jetzt angeführten Gesamtkosten stellen jene bis zur Betriebsaufnahme (inkl. Einrichtung, EDV usw.) dar. Abgesehen davon gebe es Kostenerhöhungen durch die Tiefgarage, die statische Ertüchtigung des Bestandes und die aktuellen Entwicklungen am Bausektor.
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Im Herbst 2023 solle der Umbau beginnen, dieser Termin hänge aber auch vom Ergebnis der Ausschreibung und dem Abschluss von Behördenverfahren ab. Ende 2025 soll der Umbau fertig sein, im Innenministerium geht man davon aus, dass im 1. Quartal 2026 die Polizei dort ihre Arbeit aufnehmen kann.
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https://ooe.orf.at/stories/3190201/
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==Braunauer Zeitgeschichte-Tage Freitag 30. September - Samstag 1. Oktober 2022==
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06. 09. 2022:  Die Braunauer Zeitgeschichte-Tage 2022 finden in einem neuen Format an zwei Orten statt.
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Thematisch im Mittelpunkt steht der '''Nachlass der Familie Wertheimer''', der seit einer Schenkung an den Verein für Zeitgeschichte wieder in Braunau ist.
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Egon Wertheimer wurde 1894 im Schloss Ranshofen geboren. Der Journalist, Staatswissenschafter und Diplomat ergänzte während des Exils in den USA in Erinnerung an seine Heimatgemeinde seinen Namen zu  Ranshofen-Wertheimer.  Seinem einzigen Kind, der Tochter Luciana (1920 – 2017), deren Ehe kinderlos blieb, war es immer ein besonderes Anliegen, von ihrem Vater geerbte Dokumente und Gegenstände nach Ranshofen zurück zu geben. Lucianas Erben, ihre Nichte und ihr Neffe, wollten diesen Wunsch erfüllen. Nach einem langwierigen Procedere konnte der Verein für Zeitgeschichte, unterstützt vom Außenministerium, 2019 den Nachlass als Geschenk übernehmen.
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Die Schenkung umfasst nicht nur Bilder, Möbel, Tafelsilber und Geschirr aus dem ehemals Wertheimer’schen Besitz Ranshofen (1851 – 1938), sondern auch persönliche Dokumente, Fotos, Bücher und andere Objekte.
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Diesen Nachlass wird der Verein für Zeitgeschichte in einer '''Ausstellung''', die am '''Freitag, 30. September 2022, 19 Uhr, '''im''' Bezirksmuseum Herzogsburg''' eröffnet wird, der Öffentlichkeit präsentieren. Nach Ende der Ausstellung am 23. Dezember 2022 übernimmt die Stadt Braunau die Objekte als Dauerleihgabe in ihre Obhut.
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Am '''Samstag, 1. Oktober 2022,''' lädt der Verein für Zeitgeschichte '''ab 09.30 Uhr''' zu '''drei Vorträgen''' in den '''Festsaal / Vortragssaal des Schlosses Ranshofen''' ein. Diese Vorträge ergänzen thematisch die Ausstellung:
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https://www.meinbezirk.at/braunau/c-lokales/sparmassnahmen-stadtmarketing-und-neue-strassennamen_a7884520
  
Einmal wird der kulturgeschichtliche Kontext von Salzburg vor dem ersten Weltkrieg beleuchtet, in den die großbürgerliche Familie Junger, aus der Mathilde, die erste Frau von Egon Wertheimer, stammte, eingebettet war: Egon war als schon als Absolvent des Salzburger Staatsgymnasiums (Maturajahrgang 1912) Mitglied eines kulturell bedeutsamen Netzwerkes geworden, in dem die Salzburger Familie Junger einen ganz wesentlichen Platz einnahm: so entstanden Beziehungen zur Familie Zweig und zu Georg Trakl, zu den Malern Dagobert Peche und Max Peiffer-Watenphul, zum Komponisten August Brunetti-Pisano, zur Kunst- und Literaturgesellschaft „Pan“ ebenso wie zur Künstlervereinigung „Der Wassermann“.
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https://www.sn.at/panorama/oesterreich/strassenumbenennungen-in-braunau-werden-konkret-neutrale-bezeichnungen-sollen-diskussion-beenden-art-621553
  
Der zweite Vortrag beschäftigt sich mit der Rolle der Vereinten Nationen bei der Entkolonialisierung nach dem 2. Weltkrieg, wobei besonders die Krisengebiete am „Horn von Afrika“  (Eritrea, Somaliland) in den Fokus gerückt werden, wo ja auch Egon Ranshofen-Wertheimer im Auftrag der UNO tätig war.
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==07. 04. 2025: Forderung nach Umbenennung von Straßen==
  
Im dritten Vortrag werden Nachkommen der Familien Wertheimer und Junger vorgestellt, die teils freiwillig, teils gezwungen ihre ursprüngliche Heimat verließen und in höchst unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern sehr häufig zu großem Ansehen gelangten.
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Die Forderung nach der Umbenennung von Braunauer Straßen, die nach NS-belastetet Personen benannt sind, wird weiter erhoben, u.a. auch von Schauspieler Cornelius Obonya in seiner ehrenamtlichen Funktion als Präsident der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich.
  
Abschließend bietet die AMAG eine Werksbesichtigung an – da das Fabriksgelände ehemals Wertheimer’scher Besitz war, ist ein Konnex gegeben. Wegen der auf 120 Personen beschränkten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unter https://www.zeitgeschichte-braunau.at erforderlich.
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https://ooe.orf.at/stories/3300285/
  
Nähere Informationen unter https://www.zeitgeschichte-braunau.at/programm/
 
  
==Umbaubeginn verschoben, Kosten steigen==
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Anrainer der Josef-Reiter-Straße in Braunau, die von einer Umbenennung betroffen sein könnte, wenden sich gegen ein ihrer Meinung nach überstürztes Vorgehen und fordern eine Bürgerversammlung, in der auch sie zu Wort kommen können.
21.04.2022: Mehrere Medien berichten, dass die Umbauarbeiten später als ursprünglich geplant (und kommuniziert) beginnen würden, außerdem sei mit einer deutlichen Erhöhung der Kosten zu rechnen. Nun heißt es aus dem Innenministerium, dass man von einem Baubeginn erst im Jahr 2023 ausgehe, wobei auch archäologische Untersuchungen durchgeführt werden sollen. An der Nutzung durch die Polizei werde zwar festgehalten – diese wird aber voraussichtlich sogar erst 2025 einziehen können. Begründet wird die Verzögerung mit erforderlichen Behördenverfahren, der notwendigen Einigung mit Nachbarn sowie mit der aktuell angespannten Lage auf dem Bausektor.
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Gleichzeitig hätten sich die veranschlagten Kosten des Projekts mehr als verdoppelt: War ursprünglich von fünf Millionen Euro die Rede, so geht das Ministerium derzeit von elf Millionen Euro aus – verantwortlich dafür sei vor allem die Entwicklung der Baupreise.
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https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/belastete-strassennamen-in-braunau-anrainer-finden-vorgehen-ueberstuerzt;art70,4040176
  
Berichte u.a. auf 
 
  
https://ooe.orf.at/stories/3152879/
 
  
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/hitler-geburtshaus-umbau-kostet-doppelt-so-viel-wie-geplant;art4,3640648
 
 
 
https://www.derstandard.at/story/2000135097411/umbau-des-hitler-geburtshauses-verzoegert-sich-und-wird-deutlich-teurer?ref=rec
 
  
https://www.krone.at/2687739
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==19. 03. 2025: Ehrenbürgerschaften NS-belasteter Personen aberkannt, Umbenennung von Straßen noch offen==
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Seit Jahrzehnten bemüht sich die Stadt Braunau,  mit dem unerwünschten Erbe als Geburtsstadt von Adolf Hitler offen umzugehen und auch die Geschichte der Stadt Braunau während der NS-Diktatur zu thematisieren. Im Fokus zahlreicher kritischer Berichte und Äußerungen steht - wie in anderen Gemeinden auch - die Benennung öffentlicher Verkehrsflächen nach NS-belasteten Personen.
  
https://www.meinbezirk.at/braunau/c-lokales/umbau-verschiebt-sich-und-wird-deutlich-teurer_a5292364
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Die Stadt Braunau am Inn hat ihre Straßenbenennungen hinsichtlich historischer Belastungen untersuchen lassen und einen entsprechenden Forschungsauftrag  an den Historiker Mag. Florian Schwanninger (Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim) in Zusammenarbeit mit dem OÖ. Landesarchiv vergeben. Der Bericht „Wissenschaftliche Erforschung von Straßennamen der Stadt Braunau hinsichtlich möglicher historischer Belastungen“ wurde vom Gemeinderat am 12.12.2024 zur Kenntnis genommen und ist auf der Website der Stadt Braunau abrufbar:    https://www.braunau.at/Unsere_Stadt/Geschichte/Bericht_Strassennamen .
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Im Bericht werden 3 Namengeber (Josef Reiter, DDr. Eduard Kriechbaum, Franz Resl) als als "sehr belastet", eine Person (Dr. Scheuba) als "belastet" eingestuft.
  
https://www.zeit.de/news/2022-04/21/umbau-des-hitlerhauses-in-braunau-wird-teurer
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Da die Änderung von Straßennamen mehrere Schritte erfordert (Streichung der bisherigen Bezeichnung, Diskussion und konsensuale Findung einer neuen Bezeichnung) und damit Zeit beansprucht, hat der Gemeinderat am 19. 3. 2025 als ersten Schritt die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Josef Reiter (verliehen 1922) und DDr. Eduard Kriechbaum (verliehen 1952) beschlossen: im Fall von Josef Reiter (1862 - 1939) einstimmig, bei DDr. Eduard Kriechbaum (1887 - 1958) mehrheitlich bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion.
  
https://www.vip.de/cms/umbau-des-hitlerhauses-in-braunau-wird-teurer-4957384.html?c=c93b<br />
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https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/ns-vergangenheit-braunau-entzieht-ehrenbuergerschaften;art70,4032768
  
=="Der Umbau des Hitlerhauses beginnt im Herbst"==
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https://www.sn.at/panorama/oesterreich/braunau-ns-ehrenbuergerschaften-175479193
17.02.2022: Wie Magdalena Lagetar (Braunauer Warte) vom Pressesprecher des Innenministeriums erfuhr, soll nach archäologischen Untersuchungen im Frühjahr 2022 mit den konkreten Umbauarbeiten im Herbst 2022 begonnen werden, der Einzug der Polizei sei "aus heutiger Sicht" für das dritte Quartal 2023 vorgesehen.
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Der ganze Bericht auf https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/der-umbau-des-hitlerhauses-beginnt-im-herbst;art70,3576956<br />
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https://ooe.orf.at/stories/3297822/

Aktuelle Version vom 17. April 2026, 18:13 Uhr

Hinweis:
Vom Themenkomplex Adolf Hitler/Braunau/Geburtshaus etc. wird in den nationalen und internationalen Medien umfassend berichtet. Das Redaktionsteam von braunau-history.at kann aus personellen Gründen nicht alle diese Artikel lückenlos bzw. tagesaktuell erfassen. Es wird daher auf die gängigen Suchmaschinen verwiesen, um einen aktuellen Überblick zu diesen Themen zu erhalten.


17. April 2026: Termin für Eröffnung angekündigt

Das Bundesministerium für Inneres informiert, dass am 22. Juli 2026 die offizielle Eröffnung des neuen Polizeizentrums Braunau im umgebauten Gebäude in Braunau am Inn im Beisein von Innenminister Gerhard Karner stattfinden wird.

https://www.bmi.gv.at/news.aspx?id=2B6E30756557575A2F64383D

https://ooe.orf.at/stories/3350521/


Ende 2025 / Anfang 2026: Medienberichte über Baufortschritt

Mehrfach wird in Medien über die Arbeiten zur Schaffung des neuen Standortes für das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau berichtet: die Fertigstellung soll zeitgerecht bis Ende März 2026 erfolgen, sodass die Polizei bis Ende Juni 2026 einziehen kann. Die Bauarbeiten umfassen nicht nur den "Altbestand", den Umbau des Hauses Salzburger Vorstadt 15 ("Hitlers Geburtshaus"), sondern auch Neubauten auf den Flächen im Anschluss daran, soweit sie im Eigentum der Republik Österreich stehen.

ORF Oberösterreich

OÖ Nachrichten

Kronen Zeitung

Mein Bezirk

Passauer Neue Presse

11. 12. 2025: Gemeinderat beschließt die neuen Straßennamen

In der Gemeinderatssitzung am 11. Dezember 2025 fand eine lange Diskussion ihr demokratisch legitimiertes Ende: Die neuen Straßennamen wurden teils einstimmig, teils mit Mehrheit beschlossen. Die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer erhalten auf Antrag eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro, um Kosten für die durch die Namensänderung notwendigen Adressenaktualisierungen abzufedern.


Aus der Franz Resl-Straße wird der Innweg, aus der Josef Reiter-Straße die Lavaronestraße. Die Dr. Scheubagasse wird zur Jägerstättergasse, die Dr. Kriechbaum-Stiege zur Lea Olczak-Stiege.

Die FPÖ stellte sich gegen die Umbenennung der Dr.-Kriechbaum-Stiege und der Dr.-Scheuba-Gasse, da die historischen Bezüge der beiden Namensgeber inzwischen nicht mehr so stark kontrovers eingestuft wären.

Der Name "Innweg" entspricht einem Wunsch der Anrainerinnen und Anrainer, er ergibt sich daraus, dass diese Verbindung von der Laabstraße zur Uferstraße führt. Die neue "Lavaronestraße", deren Benennung dem Ergebnis einer Anrainerinnen- und Anrainerbefragung entspricht, führt unmittelbar durch das ehemalige Flüchtlingslager, in dem 1915 - 1918 zahlreiche Menschen aus Lavarone nach der Zwangsmigration aus ihrer Heimat im Trentino leben mussten. Seit langem gibt es in Lavarone eine Via Braunau. Franz Jägerstätter und Lea Olczak werden wegen ihres widerständigen Verhaltens gegen die NS-Diktatur, das für Jägerstätter die Hinrichtung als Konsequenz hatte, geehrt.


Die Entscheidung brachte vielfältiges Medienecho, zum Beispiel

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/weniger-foerdern-neue-strassennamen-heute-entscheidet-der-gemeinderat;art70,4116568

https://www.sn.at/panorama/oesterreich/vierte-strassenumbenennung-in-braunau-auf-wunsch-des-spitals-art-624548

https://www.meinbezirk.at/braunau/c-lokales/sparmassnahmen-stadtmarketing-und-neue-strassennamen_a7884520

https://www.sn.at/panorama/oesterreich/strassenumbenennungen-in-braunau-werden-konkret-neutrale-bezeichnungen-sollen-diskussion-beenden-art-621553

07. 04. 2025: Forderung nach Umbenennung von Straßen

Die Forderung nach der Umbenennung von Braunauer Straßen, die nach NS-belastetet Personen benannt sind, wird weiter erhoben, u.a. auch von Schauspieler Cornelius Obonya in seiner ehrenamtlichen Funktion als Präsident der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich.

https://ooe.orf.at/stories/3300285/


Anrainer der Josef-Reiter-Straße in Braunau, die von einer Umbenennung betroffen sein könnte, wenden sich gegen ein ihrer Meinung nach überstürztes Vorgehen und fordern eine Bürgerversammlung, in der auch sie zu Wort kommen können.

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/belastete-strassennamen-in-braunau-anrainer-finden-vorgehen-ueberstuerzt;art70,4040176



19. 03. 2025: Ehrenbürgerschaften NS-belasteter Personen aberkannt, Umbenennung von Straßen noch offen

Seit Jahrzehnten bemüht sich die Stadt Braunau, mit dem unerwünschten Erbe als Geburtsstadt von Adolf Hitler offen umzugehen und auch die Geschichte der Stadt Braunau während der NS-Diktatur zu thematisieren. Im Fokus zahlreicher kritischer Berichte und Äußerungen steht - wie in anderen Gemeinden auch - die Benennung öffentlicher Verkehrsflächen nach NS-belasteten Personen.

Die Stadt Braunau am Inn hat ihre Straßenbenennungen hinsichtlich historischer Belastungen untersuchen lassen und einen entsprechenden Forschungsauftrag an den Historiker Mag. Florian Schwanninger (Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim) in Zusammenarbeit mit dem OÖ. Landesarchiv vergeben. Der Bericht „Wissenschaftliche Erforschung von Straßennamen der Stadt Braunau hinsichtlich möglicher historischer Belastungen“ wurde vom Gemeinderat am 12.12.2024 zur Kenntnis genommen und ist auf der Website der Stadt Braunau abrufbar: https://www.braunau.at/Unsere_Stadt/Geschichte/Bericht_Strassennamen . Im Bericht werden 3 Namengeber (Josef Reiter, DDr. Eduard Kriechbaum, Franz Resl) als als "sehr belastet", eine Person (Dr. Scheuba) als "belastet" eingestuft.

Da die Änderung von Straßennamen mehrere Schritte erfordert (Streichung der bisherigen Bezeichnung, Diskussion und konsensuale Findung einer neuen Bezeichnung) und damit Zeit beansprucht, hat der Gemeinderat am 19. 3. 2025 als ersten Schritt die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Josef Reiter (verliehen 1922) und DDr. Eduard Kriechbaum (verliehen 1952) beschlossen: im Fall von Josef Reiter (1862 - 1939) einstimmig, bei DDr. Eduard Kriechbaum (1887 - 1958) mehrheitlich bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion.

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/ns-vergangenheit-braunau-entzieht-ehrenbuergerschaften;art70,4032768

https://www.sn.at/panorama/oesterreich/braunau-ns-ehrenbuergerschaften-175479193

https://ooe.orf.at/stories/3297822/