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| − | + | Vom Themenkomplex Adolf Hitler/Braunau/Geburtshaus etc. wird in den nationalen und internationalen Medien umfassend berichtet. Das Redaktionsteam von braunau-history.at kann aus personellen Gründen nicht alle diese Artikel lückenlos bzw. tagesaktuell erfassen. Es wird daher auf die gängigen Suchmaschinen verwiesen, um einen aktuellen Überblick zu diesen Themen zu erhalten.<br /> | |
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| + | Mehrfach wird in Medien über die Arbeiten zur Schaffung des neuen Standortes für das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau berichtet: die Fertigstellung soll zeitgerecht bis Ende März 2026 erfolgen, sodass die Polizei bis Ende Juni 2026 einziehen kann. Die Bauarbeiten umfassen nicht nur den "Altbestand", den Umbau des Hauses Salzburger Vorstadt 15 ("Hitlers Geburtshaus"), sondern auch Neubauten auf den Flächen im Anschluss daran, soweit sie im Eigentum der Republik Österreich stehen. | ||
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| + | [https://ooe.orf.at/stories/3339364/ ORF Oberösterreich] | ||
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| + | [https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/von-aussen-fertig-von-innen-noch-nicht-polizei-zieht-erst-spaeter-ins-hitlerhaus;art70,4124578 OÖ Nachrichten] | ||
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| + | [https://www.krone.at/4012490 Kronen Zeitung] | ||
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| + | [https://www.meinbezirk.at/braunau/c-lokales/braunau-bereitet-sich-auf-ein-neues-kapitel-vor_a7947660 Mein Bezirk] | ||
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| + | [https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/nach-umbau-fast-fertig-polizei-braunau-zieht-spaeter-ins-hitler-haus-20297374 Passauer Neue Presse] | ||
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| + | ==11. 12. 2025: Gemeinderat beschließt die neuen Straßennamen== | ||
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| + | In der Gemeinderatssitzung am 11. Dezember 2025 fand eine lange Diskussion ihr demokratisch legitimiertes Ende: Die neuen Straßennamen wurden teils einstimmig, teils mit Mehrheit beschlossen. Die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer erhalten auf Antrag eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro, um Kosten für die durch die Namensänderung notwendigen Adressenaktualisierungen abzufedern. | ||
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| + | Aus der Franz Resl-Straße wird der Innweg, aus der Josef Reiter-Straße die Lavaronestraße. Die Dr. Scheubagasse wird zur Jägerstättergasse, die Dr. Kriechbaum-Stiege zur Lea Olczak-Stiege. | ||
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| + | Die FPÖ stellte sich gegen die Umbenennung der Dr.-Kriechbaum-Stiege und der Dr.-Scheuba-Gasse, da die historischen Bezüge der beiden Namensgeber inzwischen nicht mehr so stark kontrovers eingestuft wären. | ||
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| + | Der Name "Innweg" entspricht einem Wunsch der Anrainerinnen und Anrainer, er ergibt sich daraus, dass diese Verbindung von der Laabstraße zur Uferstraße führt. Die neue "Lavaronestraße", deren Benennung dem Ergebnis einer Anrainerinnen- und Anrainerbefragung entspricht, führt unmittelbar durch das ehemalige Flüchtlingslager, in dem 1915 - 1918 zahlreiche Menschen aus Lavarone nach der Zwangsmigration aus ihrer Heimat im Trentino leben mussten. Seit langem gibt es in Lavarone eine Via Braunau. Franz Jägerstätter und Lea Olczak werden wegen ihres widerständigen Verhaltens gegen die NS-Diktatur, das für Jägerstätter die Hinrichtung als Konsequenz hatte, geehrt. | ||
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| + | Die Forderung nach der Umbenennung von Braunauer Straßen, die nach NS-belastetet Personen benannt sind, wird weiter erhoben, u.a. auch von Schauspieler Cornelius Obonya in seiner ehrenamtlichen Funktion als Präsident der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich. | ||
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| + | ==19. 03. 2025: Ehrenbürgerschaften NS-belasteter Personen aberkannt, Umbenennung von Straßen noch offen== | ||
| + | Seit Jahrzehnten bemüht sich die Stadt Braunau, mit dem unerwünschten Erbe als Geburtsstadt von Adolf Hitler offen umzugehen und auch die Geschichte der Stadt Braunau während der NS-Diktatur zu thematisieren. Im Fokus zahlreicher kritischer Berichte und Äußerungen steht - wie in anderen Gemeinden auch - die Benennung öffentlicher Verkehrsflächen nach NS-belasteten Personen. | ||
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| + | Die Stadt Braunau am Inn hat ihre Straßenbenennungen hinsichtlich historischer Belastungen untersuchen lassen und einen entsprechenden Forschungsauftrag an den Historiker Mag. Florian Schwanninger (Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim) in Zusammenarbeit mit dem OÖ. Landesarchiv vergeben. Der Bericht „Wissenschaftliche Erforschung von Straßennamen der Stadt Braunau hinsichtlich möglicher historischer Belastungen“ wurde vom Gemeinderat am 12.12.2024 zur Kenntnis genommen und ist auf der Website der Stadt Braunau abrufbar: https://www.braunau.at/Unsere_Stadt/Geschichte/Bericht_Strassennamen . | ||
| + | Im Bericht werden 3 Namengeber (Josef Reiter, DDr. Eduard Kriechbaum, Franz Resl) als als "sehr belastet", eine Person (Dr. Scheuba) als "belastet" eingestuft. | ||
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| + | Da die Änderung von Straßennamen mehrere Schritte erfordert (Streichung der bisherigen Bezeichnung, Diskussion und konsensuale Findung einer neuen Bezeichnung) und damit Zeit beansprucht, hat der Gemeinderat am 19. 3. 2025 als ersten Schritt die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Josef Reiter (verliehen 1922) und DDr. Eduard Kriechbaum (verliehen 1952) beschlossen: im Fall von Josef Reiter (1862 - 1939) einstimmig, bei DDr. Eduard Kriechbaum (1887 - 1958) mehrheitlich bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion. | ||
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| + | https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/ns-vergangenheit-braunau-entzieht-ehrenbuergerschaften;art70,4032768 | ||
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| + | https://ooe.orf.at/stories/3297822/ | ||
Aktuelle Version vom 17. April 2026, 18:13 Uhr
Hinweis:
Vom Themenkomplex Adolf Hitler/Braunau/Geburtshaus etc. wird in den nationalen und internationalen Medien umfassend berichtet. Das Redaktionsteam von braunau-history.at kann aus personellen Gründen nicht alle diese Artikel lückenlos bzw. tagesaktuell erfassen. Es wird daher auf die gängigen Suchmaschinen verwiesen, um einen aktuellen Überblick zu diesen Themen zu erhalten.
Inhaltsverzeichnis
- 1 17. April 2026: Termin für Eröffnung angekündigt
- 2 Ende 2025 / Anfang 2026: Medienberichte über Baufortschritt
- 3 11. 12. 2025: Gemeinderat beschließt die neuen Straßennamen
- 4 07. 04. 2025: Forderung nach Umbenennung von Straßen
- 5 19. 03. 2025: Ehrenbürgerschaften NS-belasteter Personen aberkannt, Umbenennung von Straßen noch offen
17. April 2026: Termin für Eröffnung angekündigt
Das Bundesministerium für Inneres informiert, dass am 22. Juli 2026 die offizielle Eröffnung des neuen Polizeizentrums Braunau im umgebauten Gebäude in Braunau am Inn im Beisein von Innenminister Gerhard Karner stattfinden wird.
https://www.bmi.gv.at/news.aspx?id=2B6E30756557575A2F64383D
https://ooe.orf.at/stories/3350521/
Ende 2025 / Anfang 2026: Medienberichte über Baufortschritt
Mehrfach wird in Medien über die Arbeiten zur Schaffung des neuen Standortes für das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau berichtet: die Fertigstellung soll zeitgerecht bis Ende März 2026 erfolgen, sodass die Polizei bis Ende Juni 2026 einziehen kann. Die Bauarbeiten umfassen nicht nur den "Altbestand", den Umbau des Hauses Salzburger Vorstadt 15 ("Hitlers Geburtshaus"), sondern auch Neubauten auf den Flächen im Anschluss daran, soweit sie im Eigentum der Republik Österreich stehen.
11. 12. 2025: Gemeinderat beschließt die neuen Straßennamen
In der Gemeinderatssitzung am 11. Dezember 2025 fand eine lange Diskussion ihr demokratisch legitimiertes Ende: Die neuen Straßennamen wurden teils einstimmig, teils mit Mehrheit beschlossen. Die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer erhalten auf Antrag eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro, um Kosten für die durch die Namensänderung notwendigen Adressenaktualisierungen abzufedern.
Aus der Franz Resl-Straße wird der Innweg, aus der Josef Reiter-Straße die Lavaronestraße. Die Dr. Scheubagasse wird zur Jägerstättergasse, die Dr. Kriechbaum-Stiege zur Lea Olczak-Stiege.
Die FPÖ stellte sich gegen die Umbenennung der Dr.-Kriechbaum-Stiege und der Dr.-Scheuba-Gasse, da die historischen Bezüge der beiden Namensgeber inzwischen nicht mehr so stark kontrovers eingestuft wären.
Der Name "Innweg" entspricht einem Wunsch der Anrainerinnen und Anrainer, er ergibt sich daraus, dass diese Verbindung von der Laabstraße zur Uferstraße führt. Die neue "Lavaronestraße", deren Benennung dem Ergebnis einer Anrainerinnen- und Anrainerbefragung entspricht, führt unmittelbar durch das ehemalige Flüchtlingslager, in dem 1915 - 1918 zahlreiche Menschen aus Lavarone nach der Zwangsmigration aus ihrer Heimat im Trentino leben mussten. Seit langem gibt es in Lavarone eine Via Braunau. Franz Jägerstätter und Lea Olczak werden wegen ihres widerständigen Verhaltens gegen die NS-Diktatur, das für Jägerstätter die Hinrichtung als Konsequenz hatte, geehrt.
Die Entscheidung brachte vielfältiges Medienecho, zum Beispiel
07. 04. 2025: Forderung nach Umbenennung von Straßen
Die Forderung nach der Umbenennung von Braunauer Straßen, die nach NS-belastetet Personen benannt sind, wird weiter erhoben, u.a. auch von Schauspieler Cornelius Obonya in seiner ehrenamtlichen Funktion als Präsident der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich.
https://ooe.orf.at/stories/3300285/
Anrainer der Josef-Reiter-Straße in Braunau, die von einer Umbenennung betroffen sein könnte, wenden sich gegen ein ihrer Meinung nach überstürztes Vorgehen und fordern eine Bürgerversammlung, in der auch sie zu Wort kommen können.
19. 03. 2025: Ehrenbürgerschaften NS-belasteter Personen aberkannt, Umbenennung von Straßen noch offen
Seit Jahrzehnten bemüht sich die Stadt Braunau, mit dem unerwünschten Erbe als Geburtsstadt von Adolf Hitler offen umzugehen und auch die Geschichte der Stadt Braunau während der NS-Diktatur zu thematisieren. Im Fokus zahlreicher kritischer Berichte und Äußerungen steht - wie in anderen Gemeinden auch - die Benennung öffentlicher Verkehrsflächen nach NS-belasteten Personen.
Die Stadt Braunau am Inn hat ihre Straßenbenennungen hinsichtlich historischer Belastungen untersuchen lassen und einen entsprechenden Forschungsauftrag an den Historiker Mag. Florian Schwanninger (Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim) in Zusammenarbeit mit dem OÖ. Landesarchiv vergeben. Der Bericht „Wissenschaftliche Erforschung von Straßennamen der Stadt Braunau hinsichtlich möglicher historischer Belastungen“ wurde vom Gemeinderat am 12.12.2024 zur Kenntnis genommen und ist auf der Website der Stadt Braunau abrufbar: https://www.braunau.at/Unsere_Stadt/Geschichte/Bericht_Strassennamen . Im Bericht werden 3 Namengeber (Josef Reiter, DDr. Eduard Kriechbaum, Franz Resl) als als "sehr belastet", eine Person (Dr. Scheuba) als "belastet" eingestuft.
Da die Änderung von Straßennamen mehrere Schritte erfordert (Streichung der bisherigen Bezeichnung, Diskussion und konsensuale Findung einer neuen Bezeichnung) und damit Zeit beansprucht, hat der Gemeinderat am 19. 3. 2025 als ersten Schritt die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Josef Reiter (verliehen 1922) und DDr. Eduard Kriechbaum (verliehen 1952) beschlossen: im Fall von Josef Reiter (1862 - 1939) einstimmig, bei DDr. Eduard Kriechbaum (1887 - 1958) mehrheitlich bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion.
https://www.sn.at/panorama/oesterreich/braunau-ns-ehrenbuergerschaften-175479193