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		<title>Mag. Fritz Reithofer - Versionsgeschichte</title>
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		<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Braunau History</subtitle>
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		<title>Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „__TOC__  ==Fritz Reithofer==  Fritz Reithofer, geboren am  12. Mai 1894 als Sohn der Eheleute Franz und  Amalie Reithofer in Mautern, Bezirk Krems. Nach dem To…“</title>
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				<updated>2013-10-06T11:15:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „__TOC__  ==Fritz Reithofer==  Fritz Reithofer, geboren am  12. Mai 1894 als Sohn der Eheleute Franz und  Amalie Reithofer in Mautern, Bezirk Krems. Nach dem To…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fritz Reithofer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Reithofer, geboren am  12. Mai 1894 als Sohn der Eheleute Franz und &lt;br /&gt;
Amalie Reithofer in Mautern, Bezirk Krems. Nach dem Tod des Vaters 1899 &lt;br /&gt;
zog&lt;br /&gt;
die Mutter mit ihm und seinen drei Geschwistern, nach Krems. Dort besuchte er die&lt;br /&gt;
Volksschule und sechs Klassen Gymnasium. Reithofer begann eine praktische&lt;br /&gt;
Pharmazeutenausbildung in Wien, die durch den ersten Weltkrieg unterbrochen&lt;br /&gt;
wurde. Er hatte sich im Juli 1914 freiwillig zum Militärdienst gemeldet und wurde dem&lt;br /&gt;
Schützenregiment 21 zugeteilt. Seinen Wehrdienst beendete er 1918 im Rang eines&lt;br /&gt;
Leutnants. Er setzte sein Pharma-Ausbildung fort, schloss diese in Stein an der&lt;br /&gt;
Donau ab und nahm 1919 ein Studium an der Universität Innsbruck auf. Reithofer&lt;br /&gt;
arbeitete während des Studiums als Werkstudent in einer chemischen Fabrik in&lt;br /&gt;
Innsbruck, nach seinem Examen 1925 als Magister der Pharmazie in Kitzbühel&lt;br /&gt;
(1926),Waidhofen (1927) und Braunau (ab 1928).&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die politische Laufbahn==&lt;br /&gt;
'''Reithofers politische Laufbahn''' begann in Innsbruck als Mitglied der dort ansässigen&lt;br /&gt;
DNSAP-Ortsgruppe (Eintritt 1. Jänner 1919). Die Reichsleitung der NSDAP führte ihn&lt;br /&gt;
ab 1930 unter der Nummer 64 619. Dieses frühe Eintreten für den&lt;br /&gt;
Nationalsozialismus brachte ihm das goldene Parteiabzeichen ein. Seit 9. November&lt;br /&gt;
1938 gehörte Reithofer außerdem der SS (Nr. 310 419) als Untersturmführer, mit&lt;br /&gt;
Ernennung vom 21. Juni 1944, als Obersturmführer an. In Braunau, er war in der&lt;br /&gt;
Stadtapotheke beschäftigt, hatte er die Funktion des Bezirksleiters der NSDAP inne.&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reithofer arbeitete als leitender Mitarbeiter des Österreichischen Beobachters,&lt;br /&gt;
koordinierte Schmuggeltransporte und war auch &lt;br /&gt;
'''in mehrere Sprengstoffanschläge verwickelt.''' Dazu gehörten die Anschläge auf den Transformator und das&lt;br /&gt;
'''Wasserwerk der Stadt Braunau''', das '''E-Werk Braunau''', das '''E-Werk Dietfurth''' und die&lt;br /&gt;
'''Eisenbahnbrücke der Westbahnstrecke''' in der Nähe von Vöcklamarkt.&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gescheiterten Juliputsch, die Gespräche zwischen gemäßigten&lt;br /&gt;
Nationalsozialisten unter der Führung '''Reinthallers''' und''' Bundeskanzler Schuschnigg'''&lt;br /&gt;
waren bereits im August wieder aufgenommen worden, wurde Reithofer am 21.&lt;br /&gt;
September 1934 mit den Agenden der Aktion Reinthaller betraut. Reithofer zur Seite&lt;br /&gt;
gestellt waren '''Lengauer''' und '''Langoth'''.  Sie sollten gemeinsam die lokale Führung der&lt;br /&gt;
Aktion übernehmen.&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am '''13. März 1938 wurde Reithofer zum Kreisleiter des Bezirks Braunau bestellt.'''&lt;br /&gt;
Gleichzeitig führte er das '''Bürgermeisteramt in Braunau.''' Vor Kriegsende ernannte ihn&lt;br /&gt;
'''August Eigruber''' zum '''Verteidigungskommissar.''' In dieser Funktion befahl Reithofer die&lt;br /&gt;
Sprengungen der Straßen- und Eisenbahnbrücken von Österreich nach Bayern und&lt;br /&gt;
der Eisenbahnbrücke bei Dietfurth. Gleichzeitig erließ er den Befehl, Braunau bis&lt;br /&gt;
„zum letzten Mann“ zu verteidigen.&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nach Kriegsende==&lt;br /&gt;
Reithofer konnte in den Nachkriegswirren nicht gefasst werden, galt als vermisst &lt;br /&gt;
und wurde schließlich am '''8. Dezember 1951 vom&lt;br /&gt;
Kreisgericht Ried für tot erklärt. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass er noch am &lt;br /&gt;
Leben war.''' Am 18. Dezember 1952 schrieb Reithofer an das &lt;br /&gt;
Landesgericht Linz. Darin teilte er&lt;br /&gt;
mit, dass er von dem gegen ihn anhängigen, aber unterbrochenen Strafverfahren Vg&lt;br /&gt;
11Vr 2753/47 (§§ 10 u. 11 Verbotsgesetz) wüsste, sich in Passau befände und&lt;br /&gt;
bereit wäre, sich dem Gericht zu stellen, wenn er bis zur Urteilsfällung von der&lt;br /&gt;
Untersuchungshaft verschont bleiben würde.&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reithofers Ansuchen wurde nicht bewilligt. Der Staatsanwalt stellte vielmehr den Antrag auf Ausdehnung der&lt;br /&gt;
Voruntersuchung auf §§ 1 Abs. 6 KVG, § 4 Sprengstoffgesetz und § 13 Abs. 2 KVG.&amp;lt;sup&amp;gt;7&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachforschungen der bayerischen Polizei ergaben, dass Reithofer am '''3. Mai 1945&lt;br /&gt;
die Grenze bei Burghausen überquert''' und sich als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter in&lt;br /&gt;
Bayern versteckt gehalten hatte. Nachdem es in Österreich zur Amnestie für politisch&lt;br /&gt;
gesuchte Angehörige der NSDAP gekommen war, hatte er im November 1953 als&lt;br /&gt;
Apotheker in Pfarrkirchen zu arbeiten begonnen.&amp;lt;sup&amp;gt;8&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Die Todeserklärung Reithofers wurde 1956 aufgehoben.''' Da es nicht gelang, Reithofers Beteiligung an den&lt;br /&gt;
Anschlägen der 30er Jahre zu beweisen, wurde die Voruntersuchung gegen ihn am 13.12.1966 eingestellt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
''Quellen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
BArch (ehem. BDC), PK 0113 2623, Reithofer, Fritz (12.5.1895)&lt;br /&gt;
BArch (ehem. BDC), SSO 022B 1079, Reithofer, Fritz (12.5.1895)&lt;br /&gt;
BArch,ZB II 1103 A, Reithofer, Fritz (12.5.1895)&lt;br /&gt;
OÖLA, Landesgericht Linz, Strafsache Reithofer, Friedrich. 17 Vr 438/65&lt;br /&gt;
ÖSTA/AdR, BMI, Gauakt 353.821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Literatur:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Thomas Dostal,''' Das braune Netzwerk in Linz. Die illegalen nationalsozialistischen Aktivitäten zwischen 1933-1938. In: ''Nationalsozialismus in Linz''. Hg. v. Fritz Mayrhofer und Walter Schuster (Linz 2001) 21-137&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; OÖLA, Landesgericht Linz, Strafsache Reithofer, Friedrich. 17 Vr 438/65. NSDAP-Stammbuch, 26. Mai 1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
ÖSTA/AdR, BMI, Gauakt 353.821, Erfassungsanträge, Personalfragebogen &lt;br /&gt;
NSDAP.Reithofer, Fritz Mag, 2. Februar1939&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
OÖLA, Landesgericht Linz, Strafsache Reithofer, Friedrich. 17 Vr &lt;br /&gt;
438/65. Anzeige des Gendarmerieposten Braunau am Inn, 5. März 1947&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; Anm.: zur ''Aktion Reinthaller'' siehe Thomas Dostal, Das „braune Netzwerk“ in Linz. Die illegalen&lt;br /&gt;
nationalsozialistischen Aktivitäten zwischen 1933 und 1938. In: ''Nationalsozialismus in Linz.'' Hg. v.Fritz&lt;br /&gt;
Mayrhofer und Walter Schuster (Linz 2001) 21-137&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt; OÖLA, Landesgericht Linz, Strafsache Reithofer, Friedrich. 17 Vr 438/65. Anzeige des Gendarmerieposten&lt;br /&gt;
Braunauam Inn, 5. März 1947&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; A.a.O. Schreiben Reithofers, vertreten durch Rechtsanwalt Franz Zamponi, an das Landesgericht Linz, 18.&lt;br /&gt;
Dezember 1952&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;7&amp;lt;/sup&amp;gt; A.a.O. Antrags- und Verfügungsbogen, 28.1.1953&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;8&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
A.a.O. Einvernahme Reithofers durch die bayerische Landpolizei, &lt;br /&gt;
Landpolizeistation Pfarrkirchen, 10. März 1956&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

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